Über diesen Workshop
Rekonstruktionen galten lange als technisches, langatmiges Format. Gegen die Wahrscheinlichkeit der aktuellen Medienwelt mit ihren 30‑sekündigen TikToks, Instagram-Reels und YouTube-Shorts, haben tiefgründige Langformate ihren Platz im Journalismus nicht nur verteidigt, sondern sich mehr Raum erkämpft: Lange Geschichten laufen über Plattformen und Ausspielwege hinweg, in Podcasts, Print und Online. Vielleicht ist es das Extrem, dass das Publikum heute entweder nur das Nötigste oder jedes kleinste Detail über eine Geschichte wissen will. Marc Neller und Tina Kaiser vom Stern halten die Rekonstruktion für das zeitgemäßeste Printformat. In diesem Workshop zeigen sie dir die Besonderheiten bei Dramaturgie, Recherche, Planung und Reduktion, damit auch dir die perfekte Rekonstruktion gelingt.
Jedes Kapitel des Workshops bietet
- ein Tutorial
- Aufgaben für die Teilnehmer
- eine Zusammenfassung des Kapitels mit ergänzenden Materialien als Download
- ein Forum, in dem die Teilnehmer sich über den Inhalt des Workshops austauschen können
Das erwartet dich im Workshop
Kapitel 1: Rekonstruktion vs. Reportage (07:02 min)
Kapitel 2: Recherche für Rekonstruktionen (29:19 min)
Kapitel 3: Datensicherung und Planung (14:59 min)
Kapitel 4: Dramaturgie der Rekonstruktion (13:04 min)
Kapitel 5: Kunst der Reduktion(15:03 min)
Dozierende
Tina Kaiser
Tina Kaiser arbeitet sei 2022 beim stern und bei stern Investigativ, dem crossmedialen Rechercheformat von RTL und stern. Zuletzt machte das Team u.a. mit Enthüllungen zur Charité, zu Tesla, Reichsbürgern und der jugendlichen Naziterrorgruppe "Letzte Verteidigungswelle" von sich reden. Vor ihrer Zeit beim stern war sie 17 Jahre bei der Welt am Sonntag, davon acht Jahre als Korrespondentin in London und New York. Für ihre Reportagen und Recherchen ist Kaiser vielfach augezeichnet, darunter mit dem Theodor-Wolff-Preis, Otto-Brenner-Preis, Journalisten des Jahres, Helmut-Schmidt-Preis.
Marc Neller
Marc Neller, leitet das Ressort Recherche des stern und koordiniert große crossmediale Investigativprojekte. Studium: Germanistik, Journalistik und Psychologie. Volontariat bei der „Thüringer Allgemeinen“, Reporter für „Tagesspiegel“ (Dritte Seite) und „Handelsblatt“. Ab 2010 Reporter der „Welt am Sonntag“, u.a. im Investigativteam, zuletzt Leiter des Ressorts Titelthema. Vielfach ausgezeichnet: u.a. Deutscher Reporterpreis, Theodor-Wolff-Preis, Deutscher Journalistenpreis, Herbert Quandt Medien-Preis, Ernst-Schneider-Preis. Zudem mehrfach auf der Shortlist des Henri-Nannen-Preises.